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Schelmenstück
Wo Narren spielen :3

Regenlaune

odonel @ March 5th 2010 | Tags: , , ,

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Odonel sagt

Odonel:

Mein Bro’ hat mich auf die Seite http://www.rainymood.com hingewiesen. Diese Seite besteht im Endeffekt nur aus einem viertelstündigen Soundfile, ein paar Verknüpfungen zu Social Networks und Werbung. Solltet ihr den Link schon angeklickt und im Hintergrundtab eures Browsers laden lassen, dürftet ihr euch jetzt wundern, wieso es regnet, obwohl keine Tropfen gegen die Scheibe klatschen. Die Seite liefert tatsächlich eine Viertelstunde Regensound aus den Boxen! Der eifrige Facebook-Benutzer wird belohnt, indem er sogar dreißig Minuten geboten bekommt – und rainymood sicherlich mehr Bekanntheit auf Facebook. Weil man die wundervoll entspannenden Geräusche nur auf der Seite selbst hören kann – vermutlich findet man sie auch im Browsercache oder stolpert in den Kommentaren auf Facebook bestimmt ab und an über einen Downloadlink, bevor er von rainymood gelöscht wird – besucht man die Webpräsenz auch ständig aufs Neue und sieht ständig aufs Neue Werbung.

Versteht mich nicht falsch. Ich liebe diese Soundkulisse. Es ist genial in seinem Bettchen zu liegen, an die dunkle Decke zu blicken und dieses beruhigende Rauschen zu hören. Ich bin fast versucht auf eine der Werbeanzeigen zu klicken, um mir die neuste Soundcompilation zu bestellen. Aber eben nur fast. Man überlege sich mal, was da für ein Aufwand-Wert-Verhältnis geschaffen wurde!

Die Verwertungsindustrie jammert. Im letzten Blogeintrag habe ich schon auf ihre neuen Einnahmequellen hingewiesen. Ihr Problem: Sie wird nicht mehr gebraucht. Früher brauchte man Vertriebswege um z.B. Musik zu verkaufen. Heute bastelt man sich schnell eine eigene Internetseite oder benutzt schlicht iTunes oder Amazon oder wen auch immer. Was bezahlt werden sollte, ist heute die Zeit des Künstlers und nicht die Verbreitung seiner Kunst. Rainymood hat es geschafft nicht einmal Zeit aufzuwenden und trotzdem generieren sie (vermutlich) Gewinn. Ich stelle eine halbe Stunde mein Mikro in den Garten, wenn es regnet, und mache einfach eine Konkurrenzseite auf. Vielleicht reicht es sogar, wenn ich das Mikro in die Dusche stelle und es nur keiner merkt.

Regengeräusche stellen also ein rares Gut da.  Zumindest an meiner Fensterscheibe. Deswegen bin ich theoretisch dazu bereit Geld auszugeben, um mir aufgenommenen Regen zu kaufen. Das ist schon ein spannender Gedanke, der mit Verknappung von Gütern zu tun hat. Reaktanz, würde der Psychologe sagen, aber dazu müsst ihr Narrenspiels Einträge lesen ;)

Aber wieso so etwas kaufen, wenn es doch so einfach herzustellen ist? Ich muss mir nur jemanden suchen bei dem es gerade regnet und der ein gutes Mikrofon hat und tausche mit ihm meine Soundfiles. Ich könnte ihm das Gurgeln von meinem Kühlschrank anbieten. Dann braucht er sich keine Tauben mehr zu halten oder Angst haben, dass ihn Nachts Heißhungerattacken plagen, weil er sich einfach nicht mehr trauen wird, im Dunkeln in die Küche zu gehen. Ich sollte vielleicht einfach ein Onlineportal zum Ambientsoundtausch eröffnen. Wären wir xkcd könnte ich einfach einen Comic zeichnen und es würde gemacht.

Viel schöner wäre es allerdings, wenn es tatsächlich regnete. Dann könnte ich hinaus in den Regen hüpfen. Ich liebe Regen ja sofern ich nicht auf demn Fahrrad sitze und meine Neoprenschuhe abermals vergessen habe so sehr <3

Ansonsten: Habt ihr Narrenspiels Eintrag am gestrigen Tage bemerkt? Unser Tag Team hat nur ein paar Minuten später gleich einen weiteren Eintrag produziert und ich hege ja ein bisschen die Befürchtung, dass Narrenspiels gradioser Geschichte um Diskordier, Atheisten und Politik die Show gestohlen wurde, weil niemand mit zwei Einträgen an einem Tag gerechnet hat. Aber ihr habt ja sicherlich alle den RSS-Feed abonniert und verpasst nichts auf schelmenstück.de ;)


7 comments to...
“Regenlaune”
Tigerle

Abgesehen davon, dass ich den RSS-Feed nicht abonniert habe, weil ich mit allen RSS-Readern, die ich kenne, unzufrieden bin (Vielleicht progge ich irgendwann einen eigenen), möchte ich anmerken, dass mir dieser Text sorgen macht!

Es scheint offensichtlich, dass jemand die Hoffnung hat, mit Regengeräuschen Geld zu verdienen. Dies kann aber nur daran liegen, dass es eine Abnehmerschaft dafür gibt. Dieses genau macht mir aber Sorgen:
Ich stelle mir vor meinem geistigen Auge einen verrauchten Keller mit einem PC vor, an dem ein Nerd sitzt, der unter seiner Umwelt das Internet und unter Natur seinen Wasserfall-Hintergrundbild versteht. Natürlich liebt er die Natur und gegen ein bisschen Regengeräusche hat er nichts einzuwenden. Für ihn ist das genauso gut wie ein Spaziergang in der Natur.
Am meisten Sorgen macht es mir, dass ich mir vorstellen kann, dass es solche Leute gibt, die von ihrer Umwelt nicht mehr als den Weg Schule/Arbeit – Zu Hause wahrnehmen und für die dann solcherart Geräusche wie ein Spaziergang werden. Eine neue faszinierende Geräuschkulisse…

Aber man kann auch den normalen Menschen fragen, wie vertraut ihm das Geräusch eigentlich ist. Hört Euch ruhig einmal die Geräusche an und schliesst die Augen. Stellt Euch vor, ihr steht im Sommer dabei auf einer Straße. Riecht ihr den Geruch, wenn es auf einer warmen Straße regnet?
Oder stellt Euch dasselbe im Wald vor: Kennt ihr den Geruch, den der Regen auf moderndem Holz erzeugt? Habt ihr schon einmal unter dem Schutz eines Blätterdaches das nass werdende Laub betrachtet?
Kennt ihr das hoffnungsvolle Bild, wenn man im Regen die Sonne durch die Wolken brechen seht? Die Strahlen, die man nun ausmachen kann. (Physikalischer Unsinn, ich weiss)

Worauf ich aber hinaus will: Die modernen Verhaltensweisen verzerren unseren Blick auf die Umwelt und anscheinend sind wir dazu geneigt, die Natur einfangen zu wollen, ohne uns dafür bewegen zu müssen.
Ich würde es Armutszeugnis unserer Kultur sehen, wenn dieses Geschäftsmodell Erfolg hat.


odonel

Dann schaust du ja vermutlich jeden Tag auf unserer Seite vorbei :D Ein großes Lobesbekenntnis! Wie erfreulich :> Trotzdem wünsche ich dir viel Erfolg bei der weiteren Suche, denn Feedreader rocken einfach (oder klauen deine Zeit, je nachdem; Markus erwähnte das ja bereits)

Zum eigentlichen Thema: Ich hoffe, dass mein Standpunkt mit dem Schlussatz deutlich wurde. Ich bevorzuge natürlich auch die Natur gegenüber ihrem Spiegelbild, aber für fünf Minuten entspannt auf dem Bett liegen eignet es sich wunderbar. Natürlich darf es kein Ersatz sein, aber vielleicht eine Ergänzung. Auch als Rollenspielmeister eröffnen sich da interessante Möglichkeiten. Wie sehr ich die blöden jaulenden Affen vermisst habe, als unsere Gruppe nach Wochen aus dem Dschungel raus war.

Ich sehe sehr viele Armutszeugnisse unserer Kultur in dieser Welt *hust* Fernsehpogramm *hust* Auch wenn ich deinen Punkt durchaus unterstütze und dieses Extrem genauso erschreckend (und möglich) halte wie du, sehe ich eben nicht nur Nachteile darin. Das viel genutze Stichwort Medienkompetenz drängt sich hier mal wieder auf.


Tigerle

Joa, als Hintergrund im Rollenspiel ist sowas durchaus interessant. Da gibt es aber auch grössere Sammlungen für Hintergrundgeräusche oder auch Geräusche aus Computerspielen.

Ist zwar keine halbe Stunde, aber…


Markus

Nun ja da kann ich nur sagen: Willkommen zur wunderbaren Welt der Single Serving Sites Phänomene…. eine potenzielle Lizenz zum Geld drucken :D

In einer Welt, wo Kollagen von gekloppten Katzen mit noch gekloppten Texten deren Erfinder zu Millionären machen kann und sich manche Leute wohl ihre brennenden Fragen lieber von Ja/Nein-Zufallsgeneratoren im Netz beantworten lassen als selber drüber nachzudenken, wundert mich nicht mehr besonders das jemand versucht seinen Mitmenschen Regen zu verkaufen. (Für mehr absurde Beispiele siehe hier.)

Vor allem gefällt mir daran die Ironie, die Leute um Bezahlung zu bitten für etwas, dass im Original halt mal ziemlich gratis ist ^^ und dann auch noch – wie Tigerle schön beschrieb – in dieser Form ziemlich beschränkt ist in seinen Eindruckskraft. Fast schon wie eine Trial-Version, die beliebter ist als das volle Paket ;)

Aber Spaß beiseite: Ich finde die Frage, wie / wieso so was wirklich als Geschäftsmodell funktionieren könnte, durchaus recht spannend.

Erinnert mich eben an meine Überlegung warum es soooo eine dicke Industrie von WoW-Goldverkäufern gibt, wo es dort wirklich immer leichter wird mit seinem virtuellen Geld auszukommen und jenes virtuelles Geld auch nur begrenzt einen “Wert” darstellen in den man investieren sollte.
An der Stelle wäre meine Idee gewesen, dass es einfach eine Zeichen von Dekadenz/Bequemlichkeit ist, dass man lieber Geld ausgibt als sich Dinge selber IN EINEM SPIEL zu “erarbeiten”, weil man nicht mehr die Zeit hat seine Freizeit wirklich auszugestalten mit sowas. Somit Geld lockerer sitzt als Zeit. :P
Nur zurück zu deinem Regen scheint mir das als Begründung etwas absurd, dass Leute einfach zu faul sind sich echten Regen anzuhören und deshalb dafür blechen.
Und ich glaub auch nicht so recht an den Uber-Nerd, der in seiner mit Kunstlicht aufgehellten Keller-möchte-gern-Wohnung sitzt und vergessen hat, dass es da draußen ne echte Welt gibt und was Regen ist. Zumal das wohl eine verdammt kleine Zielgruppe für eine Website abgeben würde, die Geld verdienen möchte. (zumindest in der Welt in meinem Kopf, die noch kein Dystopia geworden ist ^^)
Außerdem muss ich sagen, wenn ich Regen erleben will dann stell ich mich in den Regen, denn so ne Audio-File kann echt nicht die restlichen Sinneseindrücke, die ich damit verbinde ersetzen. (Und das kommt von nem “Stadtkind” mit sehr wenig Bezug zur Natur)

Aber vielleicht liegt das ganze ja viel näher. Warum magst du diese Seite? Warum gehst du nicht raus und hörst dir echten Regen an? … Vielleicht ist es wirklich der Zeitfaktor. Regen kann man nicht an- und ausschalten aber das Internet schon. Vielleicht hat da ja wirklich jemand ne Marktlücke gefunden.
Aber dann ging mir der Titel durch den Kopf. Da steht nicht heavyrain oder so sondern rainymood. ;) Da gehts wohl um Atmosphäre und Bereitstellung von melancholischer Stimmung (oder welche auch immer) auf Abruf. Die Seite schreibt was von ruhiger schlafen und sanftem Regen. Deshalb hat das ganze als Audio-File vielleicht ja sogar genau so viel Wert wie wirklich im Regen zu stehen (und man wird nicht nass dabei ^^).
Das ist vielleicht einfach Kinos für den Kopf wie Waschmittelwerbung, wo man Leute in Seen schwimmen sieht, um Gefühle von Geborgenheit und Entspannung zu transportieren.
Vielleicht steckt hinter der simplen Seite wirklich mehr Grips als es den Anschein hat… oder ich überanalysisere einfach maßlos…. obwohl das ist ziemlich gewiss. :D

Ich war mal gespannt, wie sehr diese Seite wirklich besucht wird und hab mal einfach die erstbeste auswertende Website dazu befragt. Mit diesen Website-Rankings, die die ausspucken, kann ich nicht viel anfangen aber womit ich was anfangen konnte war, dass dort behauptet wurde, man könne mit Werbung über die täglichen Pageviews 40$ verdienen (entspricht ein paar zehntausend Views/Day) und die ganze Präsenz hätte wohl ca. 30k$ Gegenwert.
Egal ob die Zahlen stimmen oder nicht, die Seite scheint nicht gerade wenig frequentiert zu sein, also geht das Konzept wohl auf.

Der größte Gag ist das dort ja auf ne Creative Commons Lizenz ganz unten auf der Seite verwiesen wird und ich hab mal die dort genannten Namen gegooglet. Ich fand sie wieder auf einer Seite namens FreeSoundProject, was genau das zu sein scheint wonach es sich anhört: nämlich ne Sound/Ambient-Datenbank für freie Inhalte, die eben unter CCL gestellt werden können. Das heißt diese Seite verkauft letztlich vielleicht sogar was, das zwar kommerziell genutzt werden darf, aber letztlich doch gratis wäre…. schöne verwirrte Welt O_o

Was mich allerdings am meisten wunderte, dass dich diese Seite so faszinieren kann. Mein erster Gedanke als du davon schriebst, war ob dein Bedarf an virtueller Ambient-Regenkulisse nicht auf Monate noch gedeckt sein dürfte (genau wie meiner). :P Vielleicht sollte ich ja mal ein Gegenexperiment machen und eine Seite für Bootsgeräusche basteln und gucken ob das Leute genau so aufregen kann wie dich oder ob ich damit vielleicht sogar noch mehr Views erreiche (ala Bekloppter Frosch). *lacht*
[wie immer muss hierbei niemand außer Martin meine Gedankengänge nachvollziehen können]

Ansonsten zum RSS-Feed: Funktioniert wunderbar und hat mich prima davon abgehalten die anderen beiden neuen Posts zu lesen, da mir die dortige Vorschau direkt andeutete das es gerade etwas zu tl;dr war >:P
Aber ist auf meiner to-do-Liste trotzdem ganz oben, denn letztlich liegts sicher nicht am Inhalt sondern, dass ich noch so viel anderes im RSS rumwuseln habe. Tia damit kann man dann wohl sagen: dein Mailfach = mein RSS-Feed-Reader. ;)

Und an Tigerle: Wenn du mal nen komfortablen Reader fertig gebaut kriegst, sag Bescheid denn ich ich wähle im Moment auch immer der kleinste Übel. Man müsste doch meinen das es möglich ist nen halbwegs gut konfigurierbares, simples und übersichtliches Tool für so was zu konzipieren… die Realität sieht wohl leider anders aus.

*sonst noch darüber am Grübeln ob ‘Fernsehpogramm’ ein bewusster Verschreiber war* ^^


odonel

Du meintest sicherlich “bekloppte Katzen” und nicht “gekloppte Katzen”.

Ich finde tatsächlich die “Dosierbarkeit des Regens” das ansprechende an diesem Angebot. Weil Regen eben doch ein begrenztes gut darstellt, dass man nicht eben dann haben kann, wenn man es möchte. Narrenspiel und ich haben auch nach so einer Datenbank gesucht, die du jetzt für uns gefunden hast (http://www.freesound.org/). Da werde ich mich mal umsehen, wenn mein Lerncoach es mir gestattet ;)


Markus

Keine Ursache ;)


Velaz

Ach, lasst uns armen Nerds in unseren Kellern doch die Regengeräusche. Und wenn ihr ganz ehrlich seid: Echter Regen wird nach einer halben Stunde irgendwann nervig. Natürlich ist es ganz schön mal durch den Regen zu gehen und im Sommer auch unglaublich erfrischend, wenn es plötzlich vom Himmel pladdert. Aber wenn man dann irgendwann nass bis auf die Knochen ist, geht man rein und wenn es nach drei Stunden immer noch nicht aufgehört hat, obwohl man doch noch irgendwohin wollte, fängt man spätestens dann an zu fluchen. Die Schönheit von so natürlichen Phänomenenen hat eine ziemlich kurze Haltbarkeitsdauer. Bei Regen beträgt sie schätzungsweise 2-3 Stunden. Schnee hält vielleicht für ein Wochenende vor und Nebel verzieht sich zum Glück meist von selbst recht schnell, sonst hätte man die trübe Suppe wohl auch recht schnell satt. Hagel mag ohnehin gar niemand. Wir mögen die Natur nur so sehr, weil wir wissen, dass wir uns nachher wieder nach drinnen verziehen können, in unser muckeliges Zuhause. Ansonsten wäre sie schwer erträglich.

Und was die Vermarktung angeht: Man muss halt die richtige Idee haben und wissen, wie man sie an den Mensch bringt. Das ist schon eine gewisse Leistung. Wir bezahlen die Leute dafür, dass sie sich Gedanken gemacht haben, wie sie uns bespaßen können. Wem das am Besten gelingt, der bekommt den Zuschlag. Schön ist das nicht. Man hat das Gefühl, da steckt keine Leistung hinter. Tut sie aber halt doch ein bischen. Keine Arbeitskraft im herkömmlichen Sinne, aber schon eine gewisse Ideenkraft.

Regen on demand ist natürlich schon ein bischen pervers. Man hat den Eindruck, da will jemand nur das Stückchen Natur, dass er gut findet, alles andere wird ignoriert und man will ihm entgegenhalten: Nein! Du musst die Natur als ganze erfahren. Geruch, Geschmack, alles! Raus mit dir an die frische Luft! Aber es ist doch ziemlich menschlich, die Natur nur teilweise erfahren zu wollen, oder? Zu nichts anderem sind Gärten da: Gepflegte Stückchen menschengemachter Natur, auf Schönheit getrimmt, alles “Unkraut” entfernt. Wenige Leute kämen da auf die Idee zu rufen: Was sitzt ihr da im Garten, raus mit euch in den Wald und aufs Feld, verbrennt euch mal richtig an einer Brennnessel! Also, meiner Meinung nach alles halb so wild. Regengeräusche aus den Lautsprechern sind genauso unnatürlich wie in Beuteln abgepackter Tee oder gekochtes Gemüse (Dinge also, die durch ein oder zwei Arbeitsschritte von ihrem natürlichen Vorkommnis entfremdet wurden). Also nicht sonderlich unnatürlich.

PS: Man darf die Regengeräusche auch nicht einfach so hören. Man muss Musik dazu anmachen, etwas jazziges natürlich. z.B.: http://www.youtube.com/v/WEeuetOsxKg&loop=1 . Dann kann man sich zurücklehen und fühlen wie Sam Spade, der nach einem schwierigen Fall in einer Kneipe sitzt. Die Welt wird schwarz-weiß.




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