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Schelmenstück
Wo Narren spielen :3

Berliner Unterwelten

odonel @ April 4th 2010 | Tags: , , ,

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Odonel sagt

Odonel:

An unserem letzten Tag haben wir unsere faszinierendste Entdeckung in Berlin gemacht: Die famosen Berliner Unterwelten, ein Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die vergessenen unterirdischen Sehenswürdigkeiten Berlins zu präsentieren. Alte Bauwerke werden erst ausgegraben und wiederhergerichtet, um sie dann den Interessierten zusammen mit viel spannender Historie zu zeigen. Narrenspiel und ich haben uns die Ur-Tour durch eine Luftschutzbunkeranlage aus dem zweiten Weltkrieg angesehen. Gelegen am U-Bahnhof Gesundbrunnen hat sie die Entmilitarisierung nach dem Sieg der Allierten deswegen überstanden, weil sie ein Hauptknotenpunkt der Infrastruktur Berlins war und eine Sprengung des Bunkers die Schienenanlagen gefährdet hätte. Nach dem Krieg wurde die Anlage von den Bewohnern Berlins geplündert, um Materialien für den Aufbau notbedürftiger Unterkünfte zu gewinnen. Die Jungs und Mädels der Berliner Unterwelten haben die leeren Gänge mit dem gefüllt, was sie aus der alten Zeit finden konnten und so ein kleines Museum des zivilen Lebens im bombadierten Berlin geschaffen. Sehr beeindruckend. Alles gewürzt mit den kleinen Geschichten zahlreicher Besucher, die hier auch einen Teil ihrer Vergangenheit besucht haben. Ein alte Frau erzählte von ihrem Kochtopf, der im zweiten Weltkrieg noch als Soldatenhelm gedient hat und in dem ihr noch nie etwas angebrannt ist. Andere Menschen besuchen die Tour 1, um zum Ort ihrer Geburt zurückzukehren – einem Erste Hilfe-Zimmer, das in den letzten Tagen des Krieges als Krankenhaus und OP-Saal gedient hat. Auf der einen Liege rangen Soldaten mit dem Tod, während auf der Liege daneben eine Schwangere ihr Kind gebar. Die gesammelten Geschichten und Eindrücke dieses Ortes zu Kriegszeiten gehen unter die Haut.

Eindrücke aus Kriegszeiten, die man nicht in der Schule vermittelt bekommt – zumindest nicht im Leistungskurs Geschichte – sind aber nicht das einzige was die Berliner Unterwelten zu bieten haben. Infos zur Kanalisation, den U-Bahntunneln und Geisterbahnhöfen und noch viele andere spannende Dinge sorgen dafür, dass dieser Verein alleine schon fast einen Besuch in der Hauptstadt rechtfertigt!

Narrenspiel sagt

Narrenspiel:

Damit endet unser kleiner Berlin-Reisebericht. Selbstverständlich haben wir noch viele andere Ecken Berlins besucht und dort spannende Dinge erlebt – solltet ihr demnächst mal in der Hauptstadt sein, schaut doch mal in der Shisha Lounge Alarabi am Boxhagener Platz vorbei, dort gibt es eine riesige Auswahl an arabischen Köstlichkeiten und die Gerichte von der Tageskarte sind auch aus einem studentischen Geldbeutel gut bezahlbar. Im Anschluss kann man in Friedrichshain  bei schönem Wetter  wunderbar durch die Straßen bummeln und lauter kleine Botiquen, Ateliere und Cafés genießen. Und auch darüber hinaus gibt es viele Ecken – den Prenzlauer Berg, Kreuzberg, den riesigen Berliner Zoo, das Tiergarten-Viertel, Potsdam und unzählige Schauspielhäuser und Kinos -, die einen Besuch in der Hauptstadt sicherlich lohnenswert machen.




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