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Schelmenstück
Wo Narren spielen :3

Gruseliges im Internet: Ghostery

Narrenspiel @ January 5th 2012 | Tags: , ,

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Narrenspiel:

Moment mal – Narrenspiel und ein Paranoia-Post? Das ist doch gar nicht ihre Aufgabe, oder? Ach, hier doch einmal. Ich habe über die Weihnachtsfeiertage ein süßes Geistchen in Odonels Browser entdeckt und war neugierig, was das wohl tut; niedlich genug ist es ja. Hinter diesem Geistchen verbirgt sich das kostenlose Browser-Plugin Ghostery, das mir seit ein paar Tagen eine Heidenangst einjagt.

Was tut das süße Geistchen denn? Ghostery zeigt dem Nutzer auf Webseiten versteckte Analyse-Tools an, welche das Nutzerverhalten sonst unbemerkt analysieren. Diese lassen sich dann manuell – oder voreingestellt und automatisiert – blockieren, sodass man anonym im Netz surfen kann. Außerdem kann man sich auf der Homepage des Plugins über jedes dieser Analyse-Tools informieren und erfährt dort, welches Unternehmen dahinter steckt, welche Informationen über das eigene Nutzerverhalten gesammelt werden und wo man Informationen über die Datenschutzrichtlinien des jeweiligen Unternehmens finden kann.

Und was man da so findet, ist verdammt gruselig! (Odonel sagt, dass man sich diese Anzeige auch austellen kann, aber ich bin ja doch viel zu neugierig…) So findet Ghostery z.B. auf Zeit Online allein vier Analysetools: Eines von Doubleklick (ein 2007 von Google übernommenes Unternehmen, das Onlinewerbung anbietet), eines von INFOnline (Messung der Internetnutzung), eines von Meetrics (dieses Analyse-Tool schätzt anhand von Algorithmen die Aufmerksamkeit der Nutzer und ihre Leseverhalten) und eines von Nugg.Ad (ein Tochterunternehmen der Deutschen Post, der als Targeting-Spezialist für zielgruppengerechte Werbung bekannt ist). Mir ist natürlich klar, dass Zeit Online auf Werbeeinnahmen angewiesen ist und ihre Werbung dafür so effektiv wie möglich gestalten muss – gruselig ist es trotzdem, was da ohne mein Wissen so alles über mich gesammelt wird. Und Zeit Online ist nur eine von vielen, vielen Seiten im Netz, welche diese Dienstleister nutzen.

Wollt ihr euch auch mal gruseln lassen? Dann ladet euch Ghostery entweder direkt von der Homepage herunter oder wählt es unter den Plugins/Addons eures Browsers aus. Nach der Installation müsst ihr das Programm noch kurz einrichten, was anhand der detaillierten Erklärungen ein Kinderspiel ist, und dann kann das Gruseln losgehen!




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Jede Rollenspielhandlung induziert automatisch Stimmungen in den beteiligten Personen – und teilweise versuchen wir als Spielleiter gezielt, mit Hilfe von Musik oder Beschreibungen bestimmte Stimmungen in unseren Spielern auszulösen. In diesem Artikel wird es darum gehen unter Rückgriff auf psychologische Theorien zu verstehen, welchen Einfluss bestimmte Stimmungen auf bestimmte Aspekte menschlichen Verhaltens haben können und wie sich diese Stimmungseffekte nutzen lassen, um als Spielleiter (und in weniger hierarchischen Gruppen auch als Spieler) das Gruppenspiel zu beeinflussen.

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Phantastische Literatur war und ist für mich immer ein Vehikel gewesen, etwas über das Wesen der Welt zu verstehen; über Menschen, ihre Persönlichkeit, ihre Entwicklung, ihre Entscheidungen; in andere Gesellschaftsformen hinein zu schnuppern und diese zu erkunden, ohne eine echte politische Revolution erleben zu müssen. Daher sind für mich die Romane, die eine solche Dimension erreichen, echte Perlen der Fantasy-Literatur, die sich schnell an einer Hand abzählen lassen: Romane George R. R. Martin, ältere Werke von Robin Hobb, Dan Simmons und Steven Erikson. Für mich als Psychologin ist es immer viel interessanter zu erkunden, welche Effekte eine Handlung auf die Protagonisten hat und was Veränderungen für sie bedeuten; und dieser Frage geht Joe Abercrombie in seinem Roman “Best Served Cold” meisterlich nach.

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