Schelmenstück
Wo Narren spielen :3

Heldenklingen / The Heroes

June 14th 2015

Die Erzählung ist spannend. Allerdings nicht, weil man wissen möchte, wer die Schlacht gewinnt, sondern weil man immer mehr über die Menschen auf beiden Seiten erfahren will. Ich hatte nie große Erwartungen an das, was als Nächstes geschehen mag, oder habe groß mitgefiebert, sondern die meiste Zeit nur beobachtet. Ich empfand das Buch fast als eine Art Dokumentation. Das klingt furchtbar langweilig, aber das war es nicht. Man könnte es als Anti-Kriegs-Roman verstehen.

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Review: Best Served Cold

April 20th 2012

Phantastische Literatur war und ist für mich immer ein Vehikel gewesen, etwas über das Wesen der Welt zu verstehen; über Menschen, ihre Persönlichkeit, ihre Entwicklung, ihre Entscheidungen; in andere Gesellschaftsformen hinein zu schnuppern und diese zu erkunden, ohne eine echte politische Revolution erleben zu müssen. Daher sind für mich die Romane, die eine solche Dimension erreichen, echte Perlen der Fantasy-Literatur, die sich schnell an einer Hand abzählen lassen: Romane George R. R. Martin, ältere Werke von Robin Hobb, Dan Simmons und Steven Erikson. Für mich als Psychologin ist es immer viel interessanter zu erkunden, welche Effekte eine Handlung auf die Protagonisten hat und was Veränderungen für sie bedeuten; und dieser Frage geht Joe Abercrombie in seinem Roman “Best Served Cold” meisterlich nach.

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Emotionen im Rollenspiel

December 21st 2011

Jede Rollenspielhandlung induziert automatisch Stimmungen in den beteiligten Personen – und teilweise versuchen wir als Spielleiter gezielt, mit Hilfe von Musik oder Beschreibungen bestimmte Stimmungen in unseren Spielern auszulösen. In diesem Artikel wird es darum gehen unter Rückgriff auf psychologische Theorien zu verstehen, welchen Einfluss bestimmte Stimmungen auf bestimmte Aspekte menschlichen Verhaltens haben können und wie sich diese Stimmungseffekte nutzen lassen, um als Spielleiter (und in weniger hierarchischen Gruppen auch als Spieler) das Gruppenspiel zu beeinflussen.

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Psychologie und Rollenspiel

November 30th 2011

Ich muss ja gestehen, dass ich Pen&Paper-Rollenspiele nicht nur deswegen faszinierend finde, weil es wahnsinnigen Spaß macht sie zu spielen, sondern auch, weil dabei viele komplexe kognitive, emotionale und soziale Prozesse ablaufen, die – meistens – einfach so für alle Beteiligten gut funktionieren. Können wir diese Prozesse verstehen und wenn ja, hilft dieses Verständnis uns, mehr Spaß beim Rollenspiele zu haben?

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Review: Narrenturm – Andrzej Sapkowski

March 6th 2010

Sapkowski dürfte einigen als der Autor der Witcher-Reihe bekannt sein, auf deren Vorlage auch das gleichnamige Computerspiel “The Witcher” beruht. Was er in “Narrenturm” versucht, ist dem Leser eine historische, politisch komplexe Realität durch Witz, Ironie und das Vermischen der Genres Fantasy und Historienroman plastisch und erlebbar zu machen.

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