Schelmenstück
Wo Narren spielen :3

Review: Best Served Cold

April 20th 2012

Phantastische Literatur war und ist für mich immer ein Vehikel gewesen, etwas über das Wesen der Welt zu verstehen; über Menschen, ihre Persönlichkeit, ihre Entwicklung, ihre Entscheidungen; in andere Gesellschaftsformen hinein zu schnuppern und diese zu erkunden, ohne eine echte politische Revolution erleben zu müssen. Daher sind für mich die Romane, die eine solche Dimension erreichen, echte Perlen der Fantasy-Literatur, die sich schnell an einer Hand abzählen lassen: Romane George R. R. Martin, ältere Werke von Robin Hobb, Dan Simmons und Steven Erikson. Für mich als Psychologin ist es immer viel interessanter zu erkunden, welche Effekte eine Handlung auf die Protagonisten hat und was Veränderungen für sie bedeuten; und dieser Frage geht Joe Abercrombie in seinem Roman “Best Served Cold” meisterlich nach.

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Emotionen im Rollenspiel

December 21st 2011

Jede Rollenspielhandlung induziert automatisch Stimmungen in den beteiligten Personen – und teilweise versuchen wir als Spielleiter gezielt, mit Hilfe von Musik oder Beschreibungen bestimmte Stimmungen in unseren Spielern auszulösen. In diesem Artikel wird es darum gehen unter Rückgriff auf psychologische Theorien zu verstehen, welchen Einfluss bestimmte Stimmungen auf bestimmte Aspekte menschlichen Verhaltens haben können und wie sich diese Stimmungseffekte nutzen lassen, um als Spielleiter (und in weniger hierarchischen Gruppen auch als Spieler) das Gruppenspiel zu beeinflussen.

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Psychologie und Rollenspiel

November 30th 2011

Ich muss ja gestehen, dass ich Pen&Paper-Rollenspiele nicht nur deswegen faszinierend finde, weil es wahnsinnigen Spaß macht sie zu spielen, sondern auch, weil dabei viele komplexe kognitive, emotionale und soziale Prozesse ablaufen, die – meistens – einfach so für alle Beteiligten gut funktionieren. Können wir diese Prozesse verstehen und wenn ja, hilft dieses Verständnis uns, mehr Spaß beim Rollenspiele zu haben?

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Tod eines Unbekannten

August 25th 2010

Ich war heute auf der Beerdigung des Lebensgefährten meiner Großtante, der Anfang August an den Folgen seines Kehlkopftumors verstorben ist. Ich kannte diesen Mann seit drei Jahren und habe noch nie ein Wort mit ihm gesprochen, weil er infolge mehrere Operationen nicht mehr sprechen konnte, als ich ihn kennen lernte. Ich wusste genau vier Dinge über ihn: […]

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Review: vincent will meer

July 14th 2010

Mehr als zwei Monate wollte ich diesen Film schon sehen und jetzt habe ich es – glücklicherweise! – noch geschafft.

Worum geht’s?

Vincent (Florian David Fitz, auch Drehbuchautor des Films) wird nach dem Tod seiner alkoholkranken Mutter von seinem erfolgsbewussten, egomanen Vater (durchaus glaubhaft dargestellt von Heino Ferch) in eine Psychiatrie “abgeschoben”. […]

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Konservative sind weniger intelligent: Cum hoc ergo propter hoc?

March 2nd 2010

Welcome to the tribe. We want to recruit you, because you’re so gullible. That is, gullible in the right way. You’re skeptical about conventional wisdom, but attracted to unorthodox ideas. An unfailing mark of neophilus. The human race is not divided into the rational and the irrational, as some idealists think. All humans are irrational, but there are two different kinds of irrationality—those who love old ideas and hate and fear new ones, and those who despise old ideas and joyfully embrace new ones: Homo neophobus and Homo neophilus. Neophobus is the original human stock, the stock that hardly changed for the first four million years of human history. Neophilus is the creative mutation that has been popping up at regular intervals during the past million years, giving the race little forward pushes, the kind you give to a wheel to make it spin faster and faster. Neophilus makes a lot of mistakes, but he or she moves. They live life the way it should be lived, ninety-nine percent mistakes and one percent viable mutations.

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Hochnotpeinlicher erster Eintrag.

February 18th 2010

Sie müssen denen gleich am Anfang zeigen, dass sie den härtesten Schwanz haben. Die müssen merken, dass sie der Boss sind!
– 187 – eine tödliche Zahl

Anfangen ist eine der anstrengendsten Tätigkeiten der Welt. Knapp gefolgt von Aufhören. Dabei habe ich schon mal angefangen, irgendwann, als ich 13 war, vielleicht war ich sogar schon reife 14, und […] Odonel: Ja, mehr sexuelle Exhibition! […]

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